
Kennst du Partnerschaft auch so, dass nach der ersten „rosarote Brille – Phase“ die Ernüchterung eintritt? Der Andere ist anders als du selbst und häufig auch so anders, dass du dich daran irgendwann richtig störst?
Leider passiert es häufig, dass dieser Zustand des anders-seins mit der Zeit richtig anstrengend wird. Der Impuls, den anderen zu ändern und somit Ruhe in die eigene Gefühlswelt zu bringen, misslingt immer öfter. Irgendwann wird die einst so schöne Beziehung zur Belastung. Für alle Beteiligten.
Im Coaching geht es nicht darum, wer schuld ist. Es geht darum, was zwischen euch passiert – und wie ihr miteinander wieder handlungsfähiger werdet. Viele Paare reden viel aber oft wird es schlimmer als besser. Sie meinen es gut – aber es kommt falsch an. Sie wollen Nähe – aber etwas in ihnen schützt durch Rückzug, Angriff oder Kontrolle.
Beziehungscoaching bringt Ordnung in dieses Chaos: Muster erkennen, Gefühle verstehen, Gespräche führen, die nicht verletzen – und konkrete Schritte in den Alltag bringen.
1) Orientierung und Ziel
Wie steht es um euch, was ist euer Hauptthema, wie fühlt ihr euch damit und woran merkt ihr, dass es besser wird?
2) Deeskalation und Stabilisierung
Ihr bekommt sofort Werkzeuge: Stop-Routinen, Gesprächsrahmen, Notfallplan für Eskalation. Kommunikation und Streitkultur verbessern.
3) Tiefere Klärung
Was triggert euch wirklich? Welche Bedürfnisse/Ängste stehen dahinter? Welche Grenzen sind nötig?
Entscheidungsklärung: Wollt ihr gemeinsam weiter gehen oder euch respektvoll trennen?
3a)Reflektion, Erkenntnis und tiefe Veränderung
Wenn ihr Lust darauf habt, tauchen wir tief ein.
– strukturelle Analysen (Prägungen / Konditionierungen / Rollen erkennen und ändern)
– EMDR / Brainspotting / EMI (emotionale Verstimmungen wie z.B. Hilflosigkeit, Traurigkeit, Einsamkeit, Wut und Hass bearbeiten)
– systemische Aufstellungen (familiäre Dynamiken erkennen und Veränderungen ableiten)
– Trancearbeit (Erkennen und Verändern von Blockaden und unerwünschtem Verhalten)
– Selbstliebe aktivieren
4) Neue Vereinbarungen und Transfer
Konkrete Absprachen, die zu euch passen und die sich gut anfühlen. Kein „Theorie-Coaching“, sondern praxistaugliche Veränderung.
Wichtig: Beziehungsoaching ist als Paar möglich – oder auch als Einzelstart, wenn nur eine Person beginnen möchte.
„Ist das eher Coaching oder Paartherapie?“
Vom Wording her Beziehungscoaching – inhaltlich entspricht es oft dem, was viele als Paarberatung bzw. Paartherapie suchen: Struktur, Klärung, neue Kommunikationswege, Gefühle verändern.
„Wie schnell merkt man Veränderung?“
Oft nach wenigen Terminen. Deeskalation, Bedürfnisklärung und Veränderung der Gesprächskultur können schnelle Wirkungen haben.
„Was ist, wenn nur einer will?“
Ein Einzelstart ist möglich. Man kann viel verändern, wenn eine Person ihre eigenen und gemeinsame Muster versteht und neue Schritte konsequent umsetzt.
„Geht das auch nach einer Affäre?“
Ja – wenn beide bereit sind, ehrlich zu klären und konkrete Vereinbarungen zu treffen.